Recover & Remediation

Nach dem Cyber­­angriff: Vertrauens­­würdige IT-Infrastruktur ist die Basis für schnell wieder­­her­gestellte­ Betriebs­fähigkeit.

Nach einem Cyberangriff liegt unser erster Fokus darauf, die technische Arbeitsfähigkeit schnellstmöglich wiederherzustellen. Dafür klären wir, welche betriebsrelevanten Systeme und Prozesse wie schnell benötigt werden, und bauen wieder eine vertrauenswürdige IT-Infrastruktur auf. Dies geschieht parallel zur forensischen Analyse, ohne ungeprüft Bestandteile der kompromittierten Umgebung zu übernehmen und in enger Abstimmung mit beteiligten Teams und relevanten Stakeholdern.
Ihr Ansprechpartner

Heinrich Herdt

Partner
ZENTRALE HERAUSFORDERUNGEN

Wiederaufbau ist mehr als Wiederherstellung.

Geschäftskritische Systeme müssen schnell wieder funktionieren.

Nach einem Cyberangriff kann nicht alles gleichzeitig wiederhergestellt werden. Wir klären, welche Prozesse für den Geschäftsbetrieb besonders kritisch sind und welche Systeme zwingend benötigt werden. Gemeinsam mit dem Auftraggeber gleichen wir geschäftliche Prioritäten und technische Abhängigkeiten ab und legen fest, wie schnell was wieder funktionieren muss. Den Wiederaufbau nutzen wir gleichzeitig, um notwendige Anpassungen vorzunehmen und die IT-Infrastruktur sicherer und resilienter aufzustellen.

Bestehende IT kann nicht ungeprüft übernommen werden.

Beim Wiederaufbau muss klar sein, welche Bestandteile der bestehenden IT-Infrastruktur sicher weiterverwendet werden können. Wir arbeiten eng mit den beteiligten Forensik- und Fachteams zusammen und beziehen ihre Erkenntnisse laufend in den Wiederaufbau ein. Was nicht vertrauenswürdig weiterverwendet werden kann, wird bereinigt, neu aufgesetzt oder ersetzt.

Der Betrieb startet schnell, der Wiederaufbau läuft weiter.

Der Wiederaufbau erfolgt schrittweise entlang der festgelegten Prioritäten. Sobald notwendige Systeme und Prozesse vertrauenswürdig bereitstehen, können zentrale Bereiche den Betrieb wieder aufnehmen. Parallel stellen wir die IT-Infrastruktur unter stetiger Berücksichtigung neuer Erkenntnisse aus Forensik, laufendem Betrieb und Resilienz fortschreitend wieder her.
Wie wir unterstützen

Von schneller Betriebsfähigkeit zu resilienter IT-Infrastruktur.

Um zentrale Teile des Betriebs schnellstmöglich wieder aufzunehmen, bauen wir eine neue, vertrauenswürdige IT-Infrastruktur auf und stellen priorisierte Systeme schrittweise wieder bereit. Erkenntnisse aus der parallel laufenden Forensik und dem Betrieb berücksichtigen wir dabei. Gleichzeitig nutzen wir den Wiederaufbau, um sinnvolle technische Verbesserungen umzusetzen und die IT-Infrastruktur resilienter aufzustellen.

Planung des IT-Wiederaufbaus

Aus den geschäftlichen Prioritäten und technischen Abhängigkeiten entwickeln wir einen konkreten Plan für den Wiederaufbau der IT-Infrastruktur. Dabei legen wir gemeinsam fest, welche Systeme wie schnell in welcher Reihenfolge benötigt werden und welche technischen Voraussetzungen dafür notwendig sind. Fehlende Informationen erarbeiten wir mit dem Auftraggeber und beteiligten Stakeholdern.

Aufbau einer vertrauenswürdigen IT-Infrastruktur

Wir bauen eine neue IT-Infrastruktur, auf der die priorisierten Systeme schrittweise wieder in Betrieb genommen werden können. Dabei berücksichtigen wir den abgestimmten Wiederaufbauplan und die Erkenntnisse der beteiligten Forensik- und Fachteams. Erkenntnisse aus dem bisherigen Verlauf fließen direkt in den Neuaufbau ein. So können wir die neue IT-Infrastruktur gezielt härten und resilient aufstellen.

Wiederherstellung der IT-Systeme

Nach dem Aufbau der neuen IT-Infrastruktur stellen wir die benötigten Systeme so schnell wie möglich schrittweise wieder bereit. Die festgelegten Prioritäten bestimmen dabei Reihenfolge und Geschwindigkeit des Wiederaufbaus. Je nach Ausgangslage werden Systeme wiederhergestellt, neu aufgesetzt oder ersetzt. Nach den geschäftskritischen Systemen folgen schrittweise alle weiteren.

Identitäten & Zugriffe neu absichern

Eine resiliente IT-Infrastruktur braucht identitätsbasierte Zugriffe und eine eindeutige Quelle für alle Identitäten. Im Rahmen des Wiederaufbaus schaffen wir diese Basis und setzten sie je nach Umgebung um. Dazu gehören die Bereinigung und/oder der Neuaufbau von Verzeichnisdiensten wie z.B. Entra ID sowie die Überprüfung und Korrektur der Datenbasis der IAM-Systeme. Ist die Absicherung privilegierter Zugänge noch nicht ausreichend umgesetzt, empfehlen wir entsprechende Maßnahmen und implementieren bei Bedarf eine passende PAM-Lösung.

Härtung & resiliente Weiterentwicklung

Den Wiederaufbau nutzen wir, um die IT-Infrastruktur gezielt weiterzuentwickeln. Dabei berücksichtigen wir Erkenntnisse aus dem aktuellen Vorfall und der Forensik genauso wie unsere Erfahrungen aus anderen Projekten. Daraus leiten wir sinnvolle technische Verbesserungen und Härtungsmaßnahmen ab. Gemeinsam mit dem Auftraggeber priorisieren wir, was im Rahmen der Remediation direkt umgesetzt wird und was gegebenenfalls später folgt. Dabei behalten wir Kosten und Geschäftsbetrieb im Blick.

Remediation- & Projektsteuerung

Nach einem Cyberangriff arbeiten häufig interne Teams, Forensik, bestehende IT-Dienstleister und weitere Partner parallel. Die Arbeiten hängen voneinander ab und Verantwortlichkeiten, Interessen und Prioritäten sind nicht zwingend deckungsgleich. Wird eine übergreifende Steuerung benötigt, übernehmen wir diese Rolle, koordinieren die Beteiligten und sorgen dafür, dass notwendige Informationen und Entscheidungen rechtzeitig abgestimmt sind. Den Auftraggeber halten wir über Projektstand und relevante Entwicklungen laufend informiert.
Unsere Arbeit in der Praxis

Erfolgreiche Projekte und Referenzen

Maschinenbau
Incident Response

IT-Wiederaufbau nach vollständiger Verschlüsselung

Nach einem Cyberangriff mit vollständiger Verschlüsselung der On-Premises-Systeme stand Lindermayr vor dem vollständigen Produktionsstillstand. Unter hohem Zeitdruck unterstützte secida den koordinierten Wiederaufbau der IT-Infrastruktur, die Wiederherstellung geschäftskritischer Systeme und den Aufbau einer cloudbasierten Infrastruktur in Microsoft Azure.

Ausgangssituation beim Kunden: Lindermayr war nach einem Cyberangriff mit vollständig verschlüsselten On-Premises-Systemen und nicht verfügbaren Backups mit dem Ausfall geschäftskritischer Systeme und einem vollständigen Produktionsstillstand konfrontiert. Die Betriebsfähigkeit musste unter hohem Zeitdruck wiederhergestellt werden.
Unser Beitrag: secida übernahm die koordinierte Wiederherstellung der IT-Infrastruktur. Dazu gehörten der Aufbau eines neuen Netzwerks, der Neuaufbau der zentralen Infrastruktur in Microsoft Azure sowie die Sicherheitsprüfung und kontrollierte Wiederinbetriebnahme der Clients. Zusätzlich wurden mehrere Fileserver und das geschäftskritische ERP-System wiederhergestellt.
Ergebnis für den Kunden: Die IT- und Produktionsfähigkeit wurde schrittweise wiederhergestellt und ein Wiederanlauf der Produktion binnen drei Tagen ermöglicht. In Absprache mit der Geschäftsführung wurde einen neue cloudbasierte Grundlage für den weiteren IT-Betrieb geschaffen.
Direkter Austausch

Sie müssen Ihre IT nach einem Cyber­angriff wieder aufbauen?

Wir unterstützen beim strukturierten Wiederaufbau Ihrer IT-Infrastruktur und schaffen die technische Basis, um zentrale Teile des Betriebs schnellstmöglich wieder aufzunehmen. Im ersten Gespräch klären wir, wo Sie gerade stehen und was als Nächstes notwendig ist.

Heinrich Herdt

Partner
Heinrich Herdt verfügt über mehrjährige Erfahrung in der IT-Beratung mit Fokus auf Cybersicherheit, Cloud und Identity & Access Management. Seine Laufbahn begann mit freiberuflicher Tätigkeit in Softwareentwicklung und IT-Projekten. Anschließend war er als Cyber Security Consultant bei KPMG tätig. Seit 2020 ist er bei secida und verantwortet als Partner Kundenprojekte mit Schwerpunkt auf der Entwicklung sicherer, moderner und zukunftsfähiger IT-Architekturen sowie lösungsorientierter technischer Beratung.
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